Überholverbot auf der Pontonbrücke:
Laufbericht zum 23. Venedig Marathon

Venedig, 26. Oktober 2008

Von Karl-Heinz Besler

 

Bei Venedig gibt es viele Inseln, jedoch war der grösste Anteil auf dem Festland in Mestre und Umgebung zu laufen. Also kommt nur eine Insel zur Inselläuferwertung hinzu, aber was für ein Erlebnis !!!

Ich bin am Donnerstag abend angereist und gegen 22.00 Uhr mit dem Boot vom Flughafen direkt in die gute Stube Venedigs, dem Markusplatz gefahren, da mein Hotel direkt in Vendig von mir gebucht war. Herrlich bei angenehmen Temparaturen bis einschl. Montag abend, man konnte sich nur mit kurzem Hemd draussen aufhalten bis zum Abendessen auf der Terasse, direkt am Wasser und so kam es, dass an Schonung vor dem Lauf auch nicht zu denken war. Ich habe von Freitag morgen bis Montag abend fast 500 Bilder gemacht, davon 47 Bilder während des Marathon, denn Venedig ist für mich eine wunderschöne Stadt, mit so vielen versteckten Kostbarkeiten, wie z.B. einer evangelischen lutherischen Kirchengmeinde, deren Kirchendach gerade droht einzufallen und nur durch Spenden wohl gerettet werden kann. So bin ich halt Freitag und Samstag sehr viel zu Fuß unterwegs gewesen, was natürlich dem lauf nicht so gut tat. Dazu kam das am Sonntag nochmals wärmere Wetter hinzu, herrlicher Sonnenschein (gut für Touristen, nicht für Läufer) und so kam ich neben dem Fotografieren nicht zur angestrebten Zeit ins Ziel. Um 05.55 Uhr fuhr das Boot von der Rialto Brücke zum Bustransfer, der auch von Venedig zügig nach Stra zum Start ging. Viele schöne Palldaio Villen liegen am Brenta-Kanal der uns die erste Strecke beim Lauf begleitete. Es war ein grosse Begeisterung der Menschen zu spüren und zu hören, viele Musikgruppen aller Art, auch Fahnenschwenker aus Siena ließen uns die erste Hälfte des Marathons schnell vergehen. Einige Streckenteile in Industriegebieten oder im Guiliano Park haben mir nicht so gut gefallen, vor allem wenn man schon die 5 km lange Brücke nach Venedig vor Augen hat und dann wieder abbiegen muss.
Ja und in Venedig dann 14 Brücken, die passiert wurden und eine spezielle Pntonbrücke nur für uns Läufer über den Canale Grande direkt zum Markusplatz, faszinierend. Ebenso einmalig zwischen km 40 und 41 ein Stück durch einen zur Zeit in Renovierungsphase befindlichen Palast, bevor es auf die Pontonbrücke ging. Dort herrschte Überholverbot, sicherlich sonst nirgendwo bei einem Marathon möglich oder? Dann das Finale am Markusplatz vorbei noch ein paar Brücken, jeweils angezeigt wie viele es noch sind und dann im Ziel, herzlich begrüsst vom Sprecher, auch ich persönlich mit meinem Laufshirt vom Kulturerbelauf in Bamberg für 2009. Die Medaille, ebenso wunderschön, als Teil der Spitze einer Gondel und auch die Helfer überaus freundlich und hilfsbereit. Ja dann habe ich am Sonntag, weil es einfach so schön in Venedig ist noch einen zweiten 4 Stundengang durch die Stadt gemacht bis zum meinem Restaurant, wo ich bei Kilometer 40 noch mal eben beim Marathonlauf meinen Tisch bestellt habe und dadurch sicherlich 1 Minute verloren habe an der Endzeit...
Ich kann den Marathon nur wärmstens empfehlen, wenn man vielleicht nicht immer so ein Glück mit dem Wetter haben wird, jedoch gute Organisation, ein freundliches Team und eine herrliche Stadt sind eine Reise wert.

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